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    Beratung

    ... und Begleitung auf

    dem letzten Stück Ihres Lebensweges.

Geschichte der Hospizbewegung

Der Begriff Hospiz (lat. hospitum = Herberge, Unterkunft oder Raststätte; hospes = Gast bzw. Gastgeber) stammt aus dem frühen Mittelalter. In diesen Häusern boten Mönche Pilgern auf ihren Rei­sen Versorgung, Hilfe, Schutz und in Krankheitsfällen Pflege an, um sie für ihre Weiterreise zu stärken. Ein Hospiz der damaligen Zeit war also ein Ort der Gastfreundschaft, ein Platz zum Ausruhen und zum "Heilwerden" auf einer beschwerlichen und gefahrvollen Reise.

Nach ersten Bestrebungen vor etwa hundert Jahren in England wurde dann 1967 durch die Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders in London das erste Hospiz der Neuzeit, das St. Christopher's Hospices gegründet, nachdem sie in den Kranken­einrichtungen miterleben musste, wie sehr oft dort auf inhumane Weise gestorben wurde.  Sehen Sie hier einen Auszug aus dem Film "Der Tod - mein Leben Cicely Saunders" von Gino Cadeggianini. Wenn Sie diesen sehenswerten Film bestellen wollen, klicken Sie hier.

Im Jahre 1971 kam die Idee nach Deutschland. Es dauerte aber noch etliche Jahre bis diese Bewegung, so wie sie sich heute darstellt, bei uns gehört und anerkannt wurde und nun nicht mehr aufzuhalten ist. Denn das Wort Hospiz ist nicht gleichzusetzen mit einem Ort, einem Haus, besser ausgedruckt bedeutet es "hospizlich handeln".

Diese Bewegung, dieses Handeln will einen anderen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Dies bedeutet in erster Linie Angebote von ambulanten Hausbetreuungsdiensten in den Familien und Wohnun­gen der Schwerkranken und Sterbenden, aber auch Begleitung in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Kliniken. Gleichzeitig soll dieser andere Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in diese Institutionen hineingebracht werden.

Erst dann ist an die Errichtung stationärer Hospize zu denken, etwa für die immer größer werdende Zahl von Alleinstehenden, aber auch für

 

Sterbende, deren Betreuung aus vielerlei Gründen zu Hause gar nicht möglich ist, letztlich aber auch für die Heran­bildung und Begleitung von Menschen, die sich ehren- und/oder hauptamtlich der Verwirklichung des Hospizgedankens zur Verfügung stellen.

Nur so wird es möglich sein, den Sterbenden die Geborgenheit zu vermitteln, um ihr Leben schmerz- und angstfrei, in sozialen Beziehungen und ohne jede Fremdverfügung in Frieden mit Gott, mit den Menschen seiner Umgebung und mit sich selbst annehmen zu können." (Dr. med. P. Becker, IGSL)